Röpcke: Die westlichen Panzerhaubitzen versagen in der Ukraine

Der Bild-Redakteur Julian Röpcke schlägt Alarm: Die westlichen und darunter auch deutsche Panzerhaubitzen in der Ukraine funktionieren nicht mehr. Anfang des Jahres sah seine Berichterstattung anders aus: Das an die Ukraine gelieferte Artilleriegeschütz PzH 2000 sei eines der modernsten und leistungsstärksten Artilleriesysteme der Welt.

Die deutschen Panzerhaubitzen haben in der Ukraine offenbar ausgedient, wie Bild-Redakteur Julian Röpcke in einem X-Thread berichtet. Die Probleme mit Verschleiß und Munitionsmangel zeichneten sich bereits im Frühjahr ab, wie die Tagesschau noch im April meldete. Doch auch noch kurz davor hatte der notorische Ukraine-Fan und Russlandhasser Röpcke in Verkäufermanier die Vorzüge der an die Ukraine gelieferten Panzerhaubitzen 2000 ‒ kurz PzH 2000 ‒ als modernste und leistungsstärkste Artilleriesysteme der Welt in einem Werbevideo gepriesen. Mit Verweis auf Informationen aus erster Hand schreibt er nun:

"Auch meine Kontakte innerhalb der ukrainischen Armee sagen mir: es fehlt nicht nur an 155 und 152 mm Artillerie-Granaten – es funktioniert einfach nichts mehr. Die westlichen Panzerhaubitzen sind nicht für einen echten, langen Krieg gemacht, sondern nur für kurze Einsätze."

In einem weiteren Post zählt er auf, welche Systeme von diesen Problemen betroffen sind: polnische Krab, britische AS90, US-amerikanische M109 und auch deutsche PzH 2000. Zudem erklärt er, was genau das Problem sein soll: "Meine Quellen sagen mir, dass die meisten gelieferten mobilen Geschütze aktuell nicht mehr einsatzfähig sind, weil die Läufe durch Dauerfeuer 'kaputt geschossen' wurden oder andere Funktionen ausgefallen sind. Hoffe, die Industrie lernt daraus."

Aus diesem Grund setzt die ukrainische Armee nun laut Röpcke verstärkt auf die Produktion von Kamikaze-Drohnen, um den Ausfall der Panzerhaubitzen auszugleichen und mit dem massiven Einsatz dieser Drohnen seitens der russischen Armee Schritt zu halten.

Darüber hinaus zitiert er die Ukrainer, die die Situation mit "unserer Artillerie" als katastrophal beschreiben: "Weder gibt es Granaten noch gibt es funktionierende Geschütze."

Der US-amerikanische Militärexperte Scott Ritter antwortete Röpcke mit dem Hinweis, dass er bereits im Mai 2022 die Probleme der westlichen Artilleriegeschütze vorhergesagt hatte. Damals schrieb er allerdings von der US-Präzisionshaubitze M777. Wegen der Komplexität und Reparaturlastigkeit bezeichnete er deren Betrieb in der Situation auf dem Schlachtfeld in der Ukraine als ineffizient. Das Gleiche gilt seiner Meinung nach auch für die anderen modernen Artilleriesysteme aus dem Westen.

Deutschland hat der Ukraine noch im Sommer vergangenen Jahres 14 PzH 2000 geliefert. Seitdem ist laut Bundeswehr (Stand September) keines der Geräte von der russischen Gegenbatterie zerstört worden, obwohl sie zum begehrten Kampfziel der russischen Streitkräfte gehören.

Zur Effizienz der Panzerhaubitzen gab es bisher widersprüchliche Meldungen. Während die Frankfurter Rundschau im September schrieb, dass sich deutsche Waffensysteme im Kampf gegen Russland zum damaligen Zeitpunkt als äußerst effektiv und widerstandsfähig erwiesen hätten, meldete die Tagesschau noch im April erheblichen Kampfkraftverlust der Panzerhaubitzen.

Statt der anfänglichen 220 pro Tag abgefeuerten Granaten hätte es im April durchschnittlich nur noch 45 bis 50 gegeben. Auch Ersatzmunition sei das Problem, denn die gelieferten Granaten fliegen teilweise nur noch 23 Kilometer weit. So müssten die Panzerhaubitzen heranrücken und sich in die gefährliche Nähe der russischen Stellungen begeben. Dadurch würden die Panzerhaubitzen selbst leichter zum Ziel und ihrer eigenen Stärke beraubt.

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