Die Polizei ist am Dienstagnachmittag zu einer schweren Schießerei im schwedischen Kristianstad geeilt, bei dem "mehrere" Menschen verletzt bzw. sogar erschossen worden sein sollen.
Schwedische Medien berichteten, dass die Polizei gegen 15.44 Uhr Ortszeit zu "mehreren lauten Knallgeräuschen" gerufen wurde, die aus dem Gebiet Näsby im nördlichen Teil von Kristianstad zu hören waren. Die Einsatzkräfte eilten daraufhin zum Tatort.
Ein Polizeisprecher bestätigte der Zeitung Aftonbladet, es handele sich um mindestens drei mutmaßlich Verletzte. Die Umstände seien noch sehr unklar. Regionale Behörden teilten mit, es handelt es sich bei den Verletzten um einen Mann in den 20ern, einen Mann in den 30ern und eine Frau in den 60ern, die wegen schwerer Verletzungen behandelt werden. Der Sprecher fügte hinzu, dass die Opfer sowohl im Haus als auch im Freien gefunden wurden, und es ist noch unklar, wo die Schießerei genau stattfand. Nach Polizeiangaben sind bereits am Montagabend mutmaßliche Schüsse in Kristianstad gefallen.
Kristianstad liegt knapp 100 Kilometer nordöstlich von Malmö. Schweden hat seit längerem mit Gewalttaten zwischen rivalisierenden Gangs zu kämpfen. Vor allem in den größeren Städten Stockholm, Göteborg und Malmö, aber auch an vielen anderen Orten des Landes ist es in den vergangenen Monaten und Jahren zu Schüssen und vorsätzlich herbeigeführten Explosionen gekommen.
Drei Menschen mit mutmaßlichen Schussverletzungen seien ins Krankenhaus gekommen, darunter zwei Männer und eine Frau, ergänzten die Behörden dann aber am späten Nachmittag. Schwedischen Medienberichten zufolge sollen alle drei schwere Verletzungen haben.
Die Umstände des Vorfalls blieben bis zum frühen Abend noch unklar.
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(rt de/dpa)