Terrorverdacht: Jugendliche sollen Anschlag auf Weihnachtsmarkt geplant haben

In einem Video auf Telegram sollen die Jungen zum "Heiligen Krieg" gegen den Westen aufgerufen und einen Anschlag für den 1. Dezember angekündigt haben. Aufgrund der Kriegssituation im Nahen Osten gehen die Sicherheitsbehörden in Deutschland von einer erhöhten Gefährdungslage aus.

In Köln sind am Dienstag zwei muslimische Jugendliche festgenommen worden. Wie die Tagesschau berichtete, stehen sie unter dem Verdacht, einen Terroranschlag geplant zu haben. Ausgangspunkt für die Ermittlungen gegen einen 16-Jährigen aus Wittstock (Brandenburg) und einen 15-Jährigen aus Burscheid bei Leverkusen soll demnach ein Video gewesen sein, in dem einer der Jungen zum "Heiligen Krieg" gegen den Westen aufgerufen und einen Anschlag für den 1. Dezember angekündigt haben soll.

Als Anschlagsziele sollen die Jungen entweder einen Weihnachtsmarkt oder eine Synagoge in Köln ins Visier genommen haben. Als Mittel diskutierten sie den Einsatz von Brandsätzen oder eines Kleinlasters.

Die Generalstaatsanwaltschaften von Düsseldorf und Neuruppin ermitteln wegen des Verdachts der Planung der Begehung einer terroristischen Straftat. Am Mittwoch sollen die Verdächtigen dem Haftrichter vorgeführt werden. Laut Tagesschau gelten beide Jungen als Sympathisanten der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS). Der Junge aus Brandenburg soll von den Sicherheitsbehörden als "relevante Person" der islamistischen Szene eingestuft worden sein.

Aufgrund der Kriegssituation im Nahen Osten gehen die Sicherheitsbehörden in Deutschland von einer erhöhten Gefährdungslage durch radikale Islamisten aus. Erst vor einem Monat hatte ein 45-jähriger Tunesier in Brüssel zwei schwedische Fußballfans erschossen. Der IS reklamierte den Anschlag zuletzt für sich. In Duisburg wurde Ende Oktober ein polizeibekannter Islamist festgenommen. Er stand im Verdacht, einen Anschlag auf eine proisraelische Demonstration geplant zu haben.

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