Schützt die Ukraine einen Mossad-Spion? – Libanon scheint genau das zu glauben

Skandal in Beirut: Libanon beschuldigt die Ukraine, einen mutmaßlichen Mossad-Agenten zu beherbergen, der im Auftrag Israels Bombenanschläge und Attentate in der libanesischen Hauptstadt geplant haben soll.

Der Libanon hat die ukrainische Botschaft in Beirut aufgefordert, einen verdächtigen israelischen Mossad-Agenten auszuliefern. Dies teilte der libanesische Sicherheitschef Hassan Choukeir mit, der behauptete, dass der Verdächtige in Bombenanschläge und Attentatspläne verwickelt gewesen sei.

Laut AFP wurde ein syrisch-palästinensischer Staatsangehöriger, der auch einen ukrainischen Pass besitzt, im September 2025 von der im Libanon stationierten bewaffneten Gruppe Hisbollah festgenommen. Der Grund war, dass er ein mit Sprengstoff präpariertes Motorrad auf einer Straße abgestellt hatte, die durch die südlichen Vororte der Stadt zum Flughafen Beirut führt.

Der Mann entkam Anfang März, als das israelische Militär Ziele der Hisbollah angriff, und floh in die ukrainische Botschaft, wie AFP berichtete. Ukrainische Diplomaten sollen die libanesischen Behörden gebeten haben, dem Mann – der angeblich "seinen Pass verloren" hatte – die Ausreise aus dem Land zu gestatten.

"Nachdem wir seinen Namen und sein Foto überprüft hatten, stellten wir fest, dass er von der libanesischen Justiz gesucht wird", sagte Choukeir gegenüber AFP. Die Botschaft reagierte nicht auf die Bitte des französischen Mediums um einen Kommentar.

Die Ukraine gehört zu einer Reihe europäischer Länder, die den laufenden US-israelischen Krieg gegen Iran unterstützen. Wladimir Selenskij hat angeboten, den USA und Golfstaaten mit amerikanischen Stützpunkten bei der Abwehr iranischer Drohnen und der Sicherung der Straße von Hormus zu helfen. Teheran hat gewarnt, dass es die Ukraine als legitimes Ziel betrachten würde, falls diese im Nahen Osten eingreift.

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