Eines der Szenarien, die die USA in Bezug auf Iran in Betracht ziehen, sieht die Tötung des obersten Führers Irans, Ali Chamenei, und seines Sohnes Mojtaba vor, der als potenzieller Nachfolger gilt. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Axios unter Berufung auf einen hochrangigen Berater des US-Präsidenten Donald Trump:
"Sie haben für jedes Szenario einen Plan. Eines der Szenarien sieht die Ausschaltung des Ajatollahs, seines Sohnes und der Mullahs vor [...] Was der Präsident wählen wird, weiß niemand. Ich glaube nicht, dass er es selbst weiß."
Die zweite Quelle bestätigte gegenüber Axios, dass Trump vor einigen Wochen ein Plan zur Ermordung Chameneis und seines Sohnes vorgelegt wurde.
Außerdem ist die Trump-Regierung laut einer hochrangigen US-Quelle bereit, die Option in Betracht zu ziehen, Iran eine "symbolische" Urananreicherung zu erlauben, wenn dadurch kein Weg mehr zur Herstellung einer Bombe offenbleibt. Demnach steht im Hinblick auf das mögliche iranische Atomangebot viel auf dem Spiel, da es zahlreiche Skeptiker sowohl innerhalb der Trump-Regierung als auch in der Region überzeugen soll. Einer der Beamten präzisierte:
"Präsident Trump wäre bereit, einen Deal zu akzeptieren, der substanziell ist und den er innerhalb des Landes politisch verkaufen kann. Wenn die Iraner einen Angriff verhindern wollen, müssen sie uns ein Angebot machen, das wir nicht ablehnen können. Die Iraner verpassen weiterhin ihr Fenster der Gelegenheit. Wenn sie Spielchen spielen, wird die Geduld nicht unendlich sein."
Israelische und US-Beamte teilten Axios außerdem mit, dass Trump bereits an diesem Wochenende einen Schlag gegen Iran durchführen könnte.
In den letzten Monaten verschärften sich die Beziehungen zwischen den USA und Iran, doch im Februar nahmen die Parteien den Dialog über das iranische Atomprogramm wieder auf. Am 17. Februar endete in Genf die jüngste Runde der Verhandlungen zwischen den USA und Iran.
Mehr zum Thema – "Islamische NATO" - Gegen wen wird sie geschaffen?