Die USA haben nun einen zweiten Flugzeugträger in den Nahen Osten entsandt, nachdem die Spannungen mit Iran zugenommen hatten. Das berichteten US-Medien am Donnerstagabend unter Berufung auf US-Beamte.
Demnach soll der Flugzeugträger USS Gerald R. Ford zusammen mit seinen Begleitschiffen von der Karibik in den Nahen Osten verlegt werden, wo bereits die USS Abraham Lincoln und mehrere Zerstörer stationiert sind.
Die Besatzung des in der Karibik stationierten Flugzeugträgers USS Gerald R. Ford sei über die Entscheidung informiert worden, berichtete die New York Times. Auch der US-Sender CBS meldete die geplante Entsendung des modernsten Flugzeugträgers der US Navy sowie seiner Begleitschiffe in den Nahen Osten.
Der Flottenverband werde voraussichtlich nicht vor Ende April oder Anfang Mai zurückkehren, berichtete die New York Times. Auch weitere Kriegsschiffe, Luftabwehrsysteme und Jagdgeschwader befinden sich nach Informationen der Zeitung Wall Street Journal bereits in der Golfregion.
Das Weiße Haus und das Pentagon äußerten sich außerhalb der üblichen Geschäftszeiten zunächst nicht zu den Berichten. Präsident Donald Trump hatte Anfang der Woche erklärt, er erwäge den Einsatz eines zweiten Flugzeugträgers, falls es nicht gelingen sollte, ein Abkommen mit Iran zu erzielen.
Rund ein Dreivierteljahr nach dem Einsatz gegen unterirdische Atomanlagen in Iran will das Pentagon unter anderem Nachschub an massiven bunkerbrechenden Bomben vom Typ GBU-57 bestellen. Die Neuanschaffungen seien infolge des Einsatzes vom Juni 2025 nötig, um die Lager wieder aufzufüllen, erklärte das US-Verteidigungsministerium zur Begründung der Ausschreibung. Die Bomben seien nötig, "um die Einsatzbereitschaft wiederherzustellen."
Vertreter der USA und Irans hatten vergangene Woche in Maskat, der Hauptstadt Omans, neue Verhandlungen aufgenommen. Anschließend kündigte Trump eine Fortsetzung der Gespräche an – ein konkreter Termin steht jedoch noch nicht fest.
Teheran ist bereit, sein Atomprogramm einzuschränken, betrachtet eine vollständige Aufgabe desselben jedoch als rote Linie. Verhandlungen über das nationale Raketenprogramm lehnt die iranische Regierung weiterhin kategorisch ab. Von den Gesprächen mit Washington erhofft sich Teheran eine Aufhebung der harten Sanktionen und einen wirtschaftlichen Aufschwung.
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