28.02.2026 21:14 Uhr
Eskalation im Nahen Osten: Was über den Angriff auf Iran bekannt ist
Israel und die USA haben eine Reihe von Luftangriffen auf Ziele im Iran durchgeführt, darunter auch in Teheran. Berichten zufolge kam es zu Zerstörungen und es gibt Opfer unter der Zivilbevölkerung.
Das Video dazu finden Sie auf unserer Website.
Ali Laridschani meldet sich zu Wort: Politiker ist am Leben und unversehrt – will USA und Israel eine "Lektion erteilen"
Ali Laridschani, der Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrates des Iran, ist am Leben und hat via X (ehemals Twitter) mitgeteilt, er habe "geschworen", den USA und Israel "eine unvergessliche Lektion" zu erteilen.
Laridschani ist nach Ali Chamenei eine der mächtigsten Persönlichkeiten im Iran. Ihm werden oft mehr Macht und Einfluss als Massud Peseschkian zugeschrieben, dem offiziellen Präsidenten des Iran.
Katar: US-Soldaten filmen das Versagen eines Patriot-Raketenabwehrsystems gegen iranische Raketen
In Katar haben US-Soldaten ein Video aufgenommen, das festhält, wie ein Patriot-Luftabwehrsystem angeblich dabei versagt, eine iranische Rakete über der Al-Udeid-Luftwaffenbasis in Katar abzufangen.
Netanjahu: Ali Chamenei bei Angriff getötet
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat am Abend in einem Auftritt im israelischen Fernsehen behauptet, dass der Oberste religiöse Führer des Iran Ali Chamenei bei einem Angriff auf seine Residenz getötet worden sein könnte. Israel habe, so Netanjahu, Chameneis Hauptquartier in Teheran zerstört, und es gebe "viele Anzeichen dafür" gebe, dass Chamenei nicht mehr am Leben sei.
Der israelische Regierungschef richtete seine Rede auch an die Iraner, forderte sie auf, "das Regime zu stürzen".
Rosatom: AKW Buschehr im Normalbetrieb
Die Föderale Agentur für Atomenergie Russlands (Rosatom) hat RT heute Abend erklärt, dass sich das iranische Kernkraftwerk in Buschehr, das unter Beteiligung Russlands errichtet worden ist, "weiterhin im Normalbetrieb" befindet.
Die russische Atombehörde betonte des Weiteren:
"Die Militäroperation in der Region hat keinerlei Auswirkungen auf den Betrieb. Wir ergreifen alle Maßnahmen, um die Sicherheit unserer Mitarbeiter und ihrer Familien zu gewährleisten."
Im Laufe des Tages hatte es Meldungen gegeben, denen zufolge das Kernkraftwerk Buschehr im Zuge der Kampfhandlungen beschossen worden sei.
Bis zu 20 Sportlerinnen sterben bei Angriff auf Sporthalle im Süden Irans
Zwischen 18 und 20 Volleyballspielerinnen sind Berichten iranischer Medien zufolge bei einem Raketenangriff auf eine Sporthalle in der Stadt Lamerd im Süden Irans (Provinz Fars) ums Leben gekommen. Der Angriff wird in den Berichten Israel zugerechnet.
Das Foto soll die getroffene Sporthalle zeigen, dies kann derzeit nicht unabhängig geprüft werden. Einigen Berichten zufolge soll auch ein Sportlehrer oder Trainer unter den Toten sein.
Vizesprecher des Russischen Föderationsrats: Iran hat das Recht, die Straße von Hormus zu schließen
Der Iran hat das Recht, die Straße von Hormus im Falle einer militärischen Bedrohung und einer Notsituation zu sperren. Dies erklärte laut RIA Nowosti der stellvertretende Vorsitzende des Föderationsrates Konstantin Kossatschow.
Bahrain: Hotel in der Nähe des Kommandos der 5. US-Flotte getroffen?
Wie bereits am Nachmittag von Al Mayadeen gemeldet, behaupten die iranischen Revolutionsgarden, das Hauptquartier der Fünften Flotte der US-Marine in Bahrain mit Raketen und Drohnen angegriffen zu haben. Außerdem seien US-Stützpunkte in Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten und "Standorte in den besetzten Gebieten" Ziele iranischer Angriffe gewesen.
Laut Angaben verschiedener Telegram-Kanäle wurde bei den iranischen Angriffen auf Ziele in Bahrain auch das Gebäude des "Grand Air Hotel" getroffen, in dem häufig hochrangige US-Militärs zu Gast seien und das sich ganz in der Nähe des US-Flottenkommandos befinde. Den Berichten zufolge sei eine iranische Shahed-136-Drohne in das Hotel – ein Hochhaus – eingeschlagen.
Andere Video-Clips sollen angeblich zeigen, wie Bewohner von Bahrain beim Einschlag iranischer Geschosse auf US-Ziele in Jubel ausbrechen.
OVKS-Staaten rufen zu Einstellung der Kampfhandlungen und zum Dialog auf
Die Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (OVKS) hat sich besorgt über den Beginn massiver Angriffe auf Iran gezeigt. Das von Russland geführte Bündnis rief dazu auf, rasch wieder zu einem Dialog unter den beteiligten Staaten zurückzukehren.
Wörtlich heißt es zu den Luftangriffen der USA und Israels gegen Iran in einer Erklärung des Sekretariats der Militärallianz:
"Wir teilen die Einschätzung der Lage durch den Generalsekretär der Vereinten Nationen. Wir sind überzeugt, dass die Parteien so schnell wie möglich zum politischen Dialog zurückkehren und den Konflikt in voller Übereinstimmung mit dem Völkerrecht und der Charta der Vereinten Nationen beilegen müssen."
Internationale Atomenergie-Organisation stellt keine radioaktive Belastung fest
Derzeit beobachtet auch die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) die Lage im Nahen und Mittleren Osten. Wie RIA Nowosti berichtet, ruft die Organisation, die keine Unterorganisation der UNO, aber mit ihr verbunden ist, alle Seiten zur Zurückhaltung auf. Wie es heißt, seien bislang keine Anzeichen für eine radioaktive Belastung festgestellt worden.
Angriff auf iranische Schule: Zahl der getöteten Mädchen könnte noch weiter ansteigen
Bei dem heutigen Raketenangriff auf eine Grundschule für Mädchen im Süden Irans könnten bis zu 160 Schülerinnen ums Leben gekommen sein. Dies berichtete inzwischen RIA Nowosti unter Berufung auf Angaben des iranischen Außenministeriums.
Oman fordert Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen
Wie Al Mayadeen berichtet, hat das Sultanat Oman laut Angaben seines Außenministeriums eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats zum Thema Iran gefordert. Oman drängt auf einen sofortigen Waffenstillstand und betont, dass die Angriffe gegen das Völkerrecht verstoßen.
Reuters: Iran macht seine Drohung wahr und schließt die Straße von Hormus
Laut einer Meldung des Telegram-Kanals Middle East Spectator hat die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, dass Iran die Straße von Hormus blockiert habe.
Wörtlich heißt es, die Marine der iranischen Revolutionsgarden habe über UKW-Funk bekannt gegeben, dass von nun an keine Schiffe mehr die Meerenge passieren dürften. Damit sei die Straße von Hormus gesperrt.
Widersprüchliche Meldungen über Rolle der Europäer im Nahen Osten
Wie die russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti vor rund einer halben Stunde meldete, soll Großbritannien Teile seiner Luftstreitkräfte im Nahen Osten in die Luft gebracht haben.
Diese Nachricht steht jedoch möglicherweise in Widerspruch zu anderslautenden Erklärungen aus den europäischen Hauptstädten. So hatten Paris und Berlin, aber auch London zuvor beteuert, sich nicht an den Angriffen auf Iran beteiligt zu haben und sich auch weiterhin nicht daran zu beteiligen.
Marjorie Taylor Greene übt scharfe Kritik am Angriff gegen Iran
Die ehemalige Abgeordnete des US-Kongresses Marjorie Taylor Greene hat mit Entsetzen auf den Angriff Israels und der USA auf Iran reagiert. Die republikanische US-Politikerin veröffentlichte auf X einen Beitrag über Dutzende getötete Schüler in Iran. Dazu schrieb sie:
"Dies ist KEINE Befreiung des iranischen Volkes!!!
Das ist Mord an ihren Kindern!!!
Was zum Teufel macht ihr Verrückten da???
AMERIKA UNTERSTÜTZT DAS NICHT!!!"
Taylor Greene war bis vor Kurzem eine engagierte Vertreterin der "Make America Great Again"-Bewegung, mit deren Unterstützung Trump ein zweites Mal ins Weiße Haus eingezogen ist. Gleichwohl hat sich die frühere Abgeordnete in den letzten Monaten von Trump abgewandt. Erst am Donnerstag hatte sie in einem via X erklärt, falls Trump einen Krieg gegen Iran beginnen sollte, würde dies das "Ende von MAGA" bedeuten.
Merz, Macron und Starmer fordern Iran zum Stopp seiner Angriffe auf
Die drei führenden Köpfe der "Koalition der Willigen" haben die umgehenden Vergeltungsschläge Irans gegen Nachbarländer mit US-Militärstützpunkten nach den heutigen Angriffen der USA und Israels scharf verurteilt.
In einer gemeinsamen Erklärung des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, des deutschen Bundeskanzlers Friedrich Merz und des britischen Premierministers Keir Starmer an Teheran heißt es:
"Frankreich, Deutschland und das Vereinigte Königreich haben das iranische Regime wiederholt aufgefordert, das iranische Atomprogramm zu beenden, sein Programm für ballistische Raketen einzuschränken, seine destabilisierenden Aktivitäten in der Region und in unseren Heimatländern zu unterlassen und die entsetzliche Gewalt und Unterdrückung gegen das eigene Volk einzustellen.
Wir haben uns nicht an diesen Angriffen beteiligt, stehen jedoch in engem Kontakt mit unseren internationalen Partnern, darunter die Vereinigten Staaten, Israel und Partner in der Region. Wir bekräftigen unser Engagement für die regionale Stabilität und den Schutz der Zivilbevölkerung."
Die drei Regierungschefs fordern Teheran daher auf, sofort "von willkürlichen militärischen Aktionen" abzusehen und "umgehend zu diplomatischen Gesprächen zurückzukehren".
Zuvor hatte Macron am Vormittag bereits vor einer "gefährlichen" Eskalation in der Region gewarnt. "Die derzeitige Eskalation ist für alle gefährlich" und "muss aufhören", erklärte Macron auf X.
Zahl der Todesopfer nach Raketeneinschlag in Mädchenschule auf mindestens 60 gestiegen
Die Zahl der Todesopfer infolge eines Raketeneinschlags im Kreis Minab in der Provinz Hormozgan im Süden Irans ist offiziellen Angaben zufolge auf "über 60" gestiegen. Die Zahl der Verletzten wird inzwischen mit mehr als 80 angegeben.
Der stellvertretende Bildungsminister Irans, Hossein Kermanpour, veröffentlichte die aktualisierten Zahlen auf X und ergänzte, dass "nur Gott weiß", wie viele Opfer noch aus den Trümmern geborgen werden.
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi kommentierte den Vorfall auf X wie folgt:
"Das zerstörte Gebäude ist eine Grundschule für Mädchen im Süden Irans. Es wurde am helllichten Tag bombardiert, als es voller junger Schülerinnen war. Dutzende unschuldige Kinder wurden allein an diesem Ort ermordet. Diese Verbrechen gegen das iranische Volk werden nicht ungestraft bleiben."
Kiesewetter begrüßt Angriff auf Iran
Der CDU-Kriegsfalke Roderich Kiesewetter schätzt den Angriff Israels und der USA gegen Iran als gerechtfertigt ein. Im Gespräch mit Tagesschau24, dem Nachrichtensender der ARD, sagte Kiesewetter:
"Der Iran hat drei Dinge nicht gemacht: Erstens hat er das Existenzrecht Israels nach wie vor nicht anerkannt, zweitens setzt er weiter auf Nuklearaufbau, also militärische nukleare Nutzung, und drittens werden ballistische Raketen hergestellt, die die gesamte Region bedrohen."
Alle Verhandlungen seien erfolglos gewesen, so der Bundestagsabgeordnete weiter, und der Angriff sei "jetzt die Konsequenz, die der Iran zu tragen hat". Es sei in "unserem Interesse und auch im Interesse von 90 Millionen Iranern", dass man Iran nun "eindämmen will".
Araghtschi: Trump hat "America First" in "Israel First" umgewandelt
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat sich am späten Vormittag auf X zu Wort gemeldet, nachdem sein Land in den frühen Morgenstunden von Israel mit der militärischen Unterstützung Washingtons angegriffen worden war.
Araghtschi geht in seinem Kommentar auf die sinkenden Umfragewerte Trumps ein und erinnert an einen älteren Trump-Tweet aus dem Jahr 2012:
"Der Krieg von Netanjahu und Trump gegen Iran ist völlig unprovoziert, illegal und unrechtmäßig. Trump hat 'America First' in 'Israel First' verwandelt – was immer 'America Last' bedeutet. Unsere mächtigen Streitkräfte sind auf diesen Tag vorbereitet und werden den Aggressoren die Lektion erteilen, die sie verdienen."
Trump hatte im Jahr 2012 über die Umfragewerte des damaligen US-Präsidenten Barack Obama geschrieben:
"Jetzt, wo Obamas Umfragewerte im Sturzflug sind, muss man damit rechnen, dass er einen Angriff auf Libyen oder den Iran startet. Er ist verzweifelt."
Irans Außenminister bekräftigte laut einer Agenturmeldung, dass sein Land sich weiterhin verteidigen werde. Diese Aussage erfolgte während eines Telefonats mit dem irakischen Außenminister Fuad Hussein am Samstagvormittag, in dem dieser "die feste Haltung Iraks bekräftigte, die Eskalation militärischer Handlungen abzulehnen", so die jeminitische Agentur Saba News Agency.
Hussein erklärte demnach, dass "Krieg kein Mittel zur Lösung von Problemen sein kann und Dialog und Deeskalation den besten Weg darstellen, um Krisen zu bewältigen und die Sicherheit und Stabilität der Region zu gewährleisten".
Araghtschi betonte, dass sein Land unter Berufung auf sein Recht auf Selbstverteidigung seine militärischen Maßnahmen fortsetzen werde. Er kündigte an, dass die iranische Antwort weiter die in der Region stationierten US-Militärbasen ins Visier nehmen werde.
Video: Tel Aviv: Israelische Luftabwehr im Einsatz
Explosionen und Sirenen waren zu hören, als die israelische Luftabwehr versuchte, Raketen über Tel Aviv abzuschießen. Die iranische Revolutionsgarde meldete, dass die "erste Welle" von "weitreichenden Raketen- und Drohnenangriffen" gegen Israel angelaufen sei.
Der ehemalige russische Präsident Dmitri Medwedew hat die jüngsten Luftangriffe seitens Washingtons und Tel Avivs gegen Iran verurteilt. Medwedew betonte, dass alle jüngsten Verhandlungen mit Iran lediglich "eine Tarnoperation waren".
Die deutsche Bundesregierung berief aufgrund der Ereignisse den Krisenstab ein.
Berlin: Anti-Teheran-Demonstration bindet Polizeikräfte
Mit Blick auf eine für den heutigen Nachmittag angekündigte Iran-Demonstration in Berlin-Mitte sowie die gesamte Lage in Berlin seien vorsorglich Einsatzkräfte mobilisiert worden, so eine Sprecherin der Polizei laut einer Agenturmeldung. Weiter heißt es seitens der Behörde:
"Angesichts der aktuellen Entwicklung im Nahen Osten beobachten wir die Lage sehr genau und stehen in engem Austausch mit den zuständigen Sicherheitsbehörden."
Aufgrund der jüngsten Ereignisse rechne die Polizei mit einer höheren Teilnehmerzahl bei der Demonstration, die am Samstag um 14 Uhr am Potsdamer Platz starten soll.
Die Kundgebung mit dem Namen "Freiheit für Iran" war bereits vor dem Militärschlag von Samstagmorgen angemeldet. Erwartet werden bei dem Protestzug demnach bis zu 3.000 Teilnehmer. Der Zug soll über das Brandenburger Tor bis vor die nahegelegene US‑Botschaft führen.
"Wir gehen davon aus, dass mehr Menschen kommen werden als die angemeldeten 3.000, und sind entsprechend vorbereitet", erklärte Polizeisprecherin Jane Berndt gegenüber dem Tagesspiegel.
Rund 300 Einsatzkräfte seien vor Ort eingeplant, weitere stünden in Bereitschaft. Es sei zudem denkbar, dass im Laufe des Tages weitere Versammlungen angemeldet werden, so Berndt. Zudem würden jüdische Einrichtungen in der Stadt erhöhte Polizeipräsenz erfahren.
VAE-Verteidigungsministerium: Iranischer Angriff erfolgreich abgewehrt
Das Verteidigungsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate hat bekannt gegeben, dass die VAE heute "einem offensichtlichen Angriff mit iranischen ballistischen Raketen ausgesetzt" waren. Die eingesetzten Luftabwehrsysteme hätten jedoch den Angriff "mit hoher Effizienz bekämpft und eine Reihe von Raketen erfolgreich abgefangen", so die offizielle Mitteilung.
Die lokalen Behörden müssten sich nun "um den Absturz einiger Raketenreste in einem Wohngebiet kümmern, der zu einigen Sachschäden führte". Weiter heißt es wörtlich:
"Durch die herabfallenden Trümmer kam ein Zivilist mit asiatischer Staatsangehörigkeit ums Leben. Die Behörden bestätigten, dass die Sicherheitslage in den VAE weiterhin stabil ist und alle betroffenen Stellen die Entwicklungen rund um die Uhr beobachten."
Das Ministerium verurteilte den iranischen Angriff aufs Schärfste. Es betonte, dass solche Handlungen wörtlich "eine gefährliche Eskalation und einen feigen Akt darstellen, der die Sicherheit der Zivilbevölkerung bedroht und die Stabilität untergräbt".
Das Ministerium erklärte weiter, dass der Angriff eine eklatante Verletzung der nationalen Souveränität und des Völkerrechts darstelle, und bekräftigte, dass die VAE sich das uneingeschränkte Recht vorbehalten, auf diese Eskalation zu reagieren.
Russlands Außenministerium fordert sofortige Rückkehr zur politisch-diplomatischen Regulierung des Konflikts
Das russische Außenministerium hat am Sonnabendmittag in einer Erklärung die militärische Eskalation des Konflikts im Mittleren Osten und die Luftangriffe Israels und der USA auf Iran verurteilt.
Der Umfang und die Art der militärpolitischen und propagandistischen Vorbereitungen, die diesem "unüberlegten Schritt" vorausgingen, heißt es in der Erklärung, ließen keinen Zweifel daran, dass es sich dabei "um einen im Voraus geplanten und unprovozierten Akt der bewaffneten Aggression gegen einen souveränen und unabhängigen Mitgliedstaat der Vereinten Nationen" handelt, der gegen grundlegende Prinzipien und Normen des Völkerrechts verstößt.
Verurteilenswert sei auch die Tatsache, dass die Angriffe erneut "unter dem Deckmantel des wieder aufgenommenen Verhandlungsprozesses" durchgeführt werden, der angeblich eine langfristige Normalisierung der Lage um die Islamische Republik gewährleisten sollte. Der Angriff widerspreche zudem den Signalen, die der russischen Seite übermittelt wurden, wonach die Israelis kein Interesse an einer militärischen Konfrontation mit Iran hätten. Statt sich daran zu halten, haben Washington und Tel Aviv "erneut ein gefährliches Abenteuer begonnen, das die Region rasch einer humanitären, wirtschaftlichen und möglicherweise auch nuklearen Katastrophe näher bringt".
Die Absichten der Aggressoren, vermutet das Außenministerium in Moskau, seien "klar und werden von ihnen ganz offen erklärt: Sie wollen die verfassungsmäßige Ordnung zerstören und die Führung eines ihnen unliebsamen Staates beseitigen, der sich geweigert hat, sich ihrem Machtdiktat und Hegemonialismus zu unterwerfen." Die Verantwortung für die negativen Folgen dieser von Menschenhand verursachten Krise, einschließlich einer unvorhersehbaren Kettenreaktion und einer Eskalation der Gewalt, liege vollständig bei ihnen.
Das Außenministerium richtete einen Appell an die internationale Gemeinschaft und internationale Organisationen:
"Die internationale Gemeinschaft, einschließlich der Führung der Vereinten Nationen und der IAEA, ist verpflichtet, unverzüglich eine objektive und kompromisslose Bewertung der unverantwortlichen Handlungen vorzunehmen, die auf die Zerstörung des Friedens, der Stabilität und der Sicherheit im Nahen Osten abzielen."
Die Erklärung schließt mit der Forderung:
"Wir fordern, dass die Situation unverzüglich wieder in den Rahmen einer politischen und diplomatischen Lösung zurückgeführt wird. Russland ist nach wie vor bereit, auf der Grundlage des Völkerrechts, der gegenseitigen Achtung und des Interessenausgleichs zur Suche nach friedlichen Lösungen beizutragen."
Luftraum über Iran, Irak und Israel gesperrt
Israel, Iran und Irak haben ihren Luftraum für den zivilen Flugverkehr gesperrt. Dies berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Die Fluggesellschaften haben ihre Flüge in der Region komplett gestrichen.
Zudem soll ein Teil des syrischen Luftraums entlang der südlichen Grenze des Landes zu Israel für zwölf Stunden gesperrt werden, berichtete die französische Nachrichtenagentur unter Berufung auf die syrische Zivilluftfahrtbehörde.
Air France teilte AFP mit, dass die Gesellschaft ihre Flüge von und nach Beirut (Libanon) sowie von und nach Tel Aviv "aufgrund der Sicherheitslage am Zielort" am Samstag vorerst gestrichen habe.
Auch die deutsche Lufthansa habe Flüge von und zu Städten in der Region ausgesetzt.
British Airways hat vorsorglich alle Flüge nach Tel Aviv und Bahrain bis zum 3. März gestrichen. Die Fluggesellschaft erklärte in einer Stellungnahme:
"Wir beobachten die Lage aufmerksam und haben die operative Entscheidung getroffen, unsere Flüge nach Tel Aviv und Bahrain bis einschließlich 3. März zu streichen und den heutigen Flug nach Amman zu streichen."
Der israelische Fernsehsender Channel 12 berichtet, dass der Flughafen Ben Gurion mindestens bis Montag geschlossen bleiben wird. Die israelische Fluggesellschaft Israir teilt mit, dass alle Flüge von und nach Israel sowie Inlandsflüge bis Montagmorgen gestrichen sind.
Luftalarm und Explosionen in Jerusalem
Israel meldet Raketenangriffe aus Iran. In mehreren Regionen wurde der Luftalarm ausgelöst. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, Schutzräume aufzusuchen. Während der Berichterstattung von RT-Reporterin Charlotte Dubenskij aus Jerusalem waren Explosionen zu hören.
Israelischer Angriff verantwortlich für tote und verletzte Schülerinnen
Die staatliche iranische Nachrichtenagentur IRNA berichtet, dass ein israelischer Angriff am Vormittag eine Grundschule für Mädchen in Minab getroffen habe. Die Stadt liegt in der Provinz Hormozgan im Süden Irans.
Fünf Schülerinnen waren laut ersten Meldungen bei der militärischen Attacke ums Leben gekommen.
Der Sonderbeauftragte des Bezirks Minab erklärte dann am Vormittag, dass die Zahl der Opfer des Angriffs auf die Grundschule für Mädchen in diesem Bezirk weiter steigt und bis dato "bereits 40 Tote und 48 Verletzte zu beklagen sind", so die Agentur IRNA berichtend.
[RT-Ergänzung 14.30 Uhr]: Mittlerweile sind 57 Opfer zu bedauern, so Meldungen aus Iran. Der Außenminister kommentierte auf X:
"Das zerstörte Gebäude ist eine Grundschule für Mädchen im Süden des Iran. Es wurde am helllichten Tag bombardiert, als es voller junger Schülerinnen war. Dutzende unschuldiger Kinder wurden allein an diesem Ort ermordet. Diese Verbrechen gegen das iranische Volk werden nicht ungestraft bleiben."
Berlin: Krisensitzung im Auswärtigen Amt
Die Bundesregierung ruft aufgrund der Ereignisse den Krisenstab zusammen, so Agenturmeldungen.
Das Treffen sei demnach für 12 Uhr (MEZ) im Auswärtigen Amt angesetzt, teilte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes mit.
Das Auswärtige Amt stehe "in engem und ständigem Kontakt mit den Botschaften in Iran und Israel" sowie den weiteren Vertretungen in der Region.
Die Bundesregierung wurde demnach vorab über den Militärangriff informiert, teilten das Auswärtige Amt sowie der Sprecher von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), Stefan Kornelius, vor der Sitzung mit.
Medwedew: Nuklearverhandlungen waren reine "Tarnoperation"
Der ehemalige russische Präsident Dmitri Medwedew hat die jüngsten Luftangriffe seitens Washingtons und Tel Avivs gegen Iran verurteilt.
Der stellvertretende Vorsitzende des Sicherheitsrats betonte in einem ersten Kommentar, dass alle jüngsten Verhandlungen mit Iran lediglich "eine Tarnoperation waren". Medwedew merkte zudem an, dass niemand wirklich an der US-israelischen Strategie gezweifelt und es kaum einen echten Willen gegeben habe, zu einer friedlichen Einigung zu gelangen.
Ein Toter in Abu Dhabi nach Einschlag iranischer Rakete
Die Nachrichtenagentur TASS meldet einen Toten in Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate) und beruft sich dabei auf das Verteidigungsministerium der VAE. Einzelheiten sind noch unbekannt.
Video: Explosionen in Teheran – Israel und USA greifen Iran an
Die USA haben gemeinsam mit Israel einen Angriff gegen Iran gestartet. Die iranischen Staatsmedien melden Explosionen in Teheran, Qom, Isfahan, Kermanshah und Karaj.
Das Video zu ersten Bildern der militärischen Attacke am Samstagmorgen.
"Schreckliche Menschen" – Trump startet Militäreinsatz gegen Iran
US-Präsident Donald Trump verkündete am Samstag auf Truth Social, dass seine Streitkräfte Iran angegriffen haben. "Mutige amerikanische Helden könnten ihr Leben verlieren, und wir könnten Verluste erleiden, wie es in Kriegen oft der Fall ist", erklärte er und nannte den Einsatz "eine edle Mission".
Beteiligt an der Vorbereitung und aktiven Durchführung ist das israelische Militär. Israels Verteidigungsministerium spricht von einem "präventiven Angriff".
Washington nennt Angriff auf Iran "Operation Epic Fury"
Das Verteidigungsministerium erklärte in den sozialen Medien, dass der koordinierte militärische Angriff auf Iran den Namen "Operation Epic Fury" [Operation gewaltige Wut/Zorn] trägt.
Die Mitteilung war die erste öffentliche Erklärung des US-Militärs seit Beginn des Angriffs der USA und Israels. Verteidigungsminister Pete Hegseth teilte den Beitrag, der in Großbuchstaben verfasst und mit einer amerikanischen Flagge versehen war.
Iranische Medien zeigen Folgen von israelisch-amerikanischem Angriff auf zentralen Platz in Teheran
In iranischen Medien tauchen derzeit immer weitere Aufnahmen der Folgen der israelisch-amerikanischen Luftangriffe auf die Hauptstadt Teheran auf. Auf dem folgenden kurzen Video soll der Platz 72 Narmak am Samstagmorgen zu sehen sein.
Teheran: Streitkräfte vollständig zur Landesverteidigung bereit
Das iranische Außenministerium hat am Morgen nach den jüngsten Ereignissen erklärt, dass die israelischen Angriffe auf die "territoriale Integrität und nationale Souveränität des Landes, einschließlich der Verteidigungsinfrastruktur und nichtmilitärischer Standorte in verschiedenen Städten des Landes", abzielten. Weiter heißt es im Wortlaut der Stellungnahme:
"Die erneute militärische Aggression der Vereinigten Staaten und des zionistischen Regimes gegen Iran stellt einen Verstoß gegen das Völkerrecht und die Grundsätze der Charta der Vereinten Nationen dar. Die Islamische Republik Iran betrachtet diese Aggression als eindeutigen Verstoß gegen den internationalen Frieden und die internationale Sicherheit und betont, dass sie sich ihr legitimes Recht auf eine entschlossene Reaktion vorbehält."
Die iranische Nation habe seit Jahren "Geduld und Zurückhaltung gezeigt", um eine militärische Eskalation zu verhindern "und die Stabilität in der Region zu wahren", hieß es weiter. Teheran warnte Washington und Tel Aviv zugleich unmissverständlich, dass die Streitkräfte "vollständig bereit sind, das Land zu verteidigen", und dass "die Angreifer ihre Taten bereuen werden".
Die Erklärung verwies abschließend darauf, dass die aktuellen Angriffe der USA und Israels ein "klares Beispiel für eine bewaffnete Aggression" seien und Iran damit laut "Artikel 51 der UN-Charta" das Recht auf Selbstverteidigung zustehe.
Teheran bestätigt Berichte über Raketenangriffe auf US-Militärstützpunkte
Ein iranischer Beamter erklärte gegenüber der Agentur Reuters, dass Teheran sich auf "vernichtende Vergeltungsmaßnahmen" vorbereite. Der iranische Staatsfernsehsender berichtete, dass Iran entschlossen sei, "Rache" an Israel zu nehmen und eine "starke Reaktion" zu zeigen, so auch auf US-Militärstützpunkte.
Iran hat laut arabischen Medien US-Streitkräfte in Katar, Bahrain, Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten ins Visier genommen, so Al Jazeera berichtend.
Ein Logistikzentrum der US-Marine sei im Golfstaat Bahrain mit Raketen angegriffen worden, hieß es im staatlichen Rundfunk. Bahrain hat mittlerweile bestätigt, dass das Hauptquartier der 5. Flotte der US-Marine Ziel eines Raketenangriffs geworden ist. Das Verteidigungsministerium von Katar teilte mit, dass eine iranische Rakete vom Patriot-Abwehrsystem abgefangen worden sei.
Reuters berichtet von einer lauten Explosion in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, Abu Dhabi.
Katar, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate haben daraufhin ihren Luftraum geschlossen.
Die US-Botschaften in Katar und Bahrain haben ihr Personal und alle US-Staatsangehörigen in den Golfstaaten aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen.
Trump zu US-Israel-Attacke: "Unser Ziel ist, das amerikanische Volk zu beschützen"
US-Präsident Donald Trump hat sich am Samstagmorgen auf Truth Social mit einem Video zu Wort gemeldet, in dem er erklärt, dass US-Streitkräfte eine "große Kampfoperation in Iran begonnen" hätten. In dem rund achtminütigen Statement führte er weiter aus, dass das Ziel des Militärschlags darin bestehe, "unmittelbare Bedrohungen durch das iranische Regime" durch die israelischen Angriffe auszuschalten.
Der US-Präsident sagte über den Militärschlag:
"Das Leben mutiger amerikanischer Helden könnte verloren gehen, und wir könnten Verluste erleiden, wie es im Krieg oft vorkommt.
Mit Blick auf die zurückliegenden Jahrzehnte teilte Trump mit:
"Seit 47 Jahren skandiert das iranische Regime 'Tod für Amerika' und führt einen endlosen Feldzug des Blutvergießens und Massenmords, der sich gegen die Vereinigten Staaten, unsere Truppen und unschuldige Menschen in vielen, vielen Ländern richtet."
Weiter erklärte er:
"An die Mitglieder der Islamischen Revolutionsgarde, der Streitkräfte und der gesamten Polizei sage ich heute Abend: Ihr müsst eure Waffen niederlegen und erhaltet dafür vollständige Straffreiheit, oder ihr müsst mit dem sicheren Tod rechnen."
"Und schließlich sage ich heute Abend dem großartigen, stolzen Volk Irans: Die Stunde eurer Freiheit ist gekommen."
Medien: IDF töten ranghohen iranischen Militär
General Amir Hatami, der Oberbefehlshaber der iranischen Armee, ist laut unbestätigten Berichten israelischer Medien bei einem der ersten Angriffe seitens der israelischen Streitkräfte auf den getötet worden.
Die Behörden der Islamischen Republik haben diese Meldung noch nicht offiziell bestätigt.
Israel meldet erste Angriffe vonseiten Irans
In ganz Israel heulen seit Stunden die Alarmsirenen, um vor möglichen iranischen Vergeltungsraketenangriffen zu warnen, nachdem Israel einen von Tel Aviv als "Präventivschlag" bezeichneten Angriff auf Iran gestartet und den Notstand ausgerufen hatte.
Gegen 09.30 Uhr erfolgten erste Agenturmeldungen, dass Teheran mit einem Gegenangriff begonnen hat.
Laut israelischen Medien sei seit Tagesbeginn der sogenannte "Iron Dome" über Israel aktiv. Jüngsten Meldungen zufolge waren infolge der israelischen Luftabwehr bereits Explosionen über Tel Aviv zu hören. Israels Raketenabwehrsystem habe damit erste Raketen aus Iran abgefangen. Inzwischen gab es einen erneuten Alarm – weitere Raketen seien auf dem Weg.
Die deutsche Botschaft in Tel Aviv fordert die Deutschen in Israel auf, sich dringend an die Anweisungen der Sicherheitsbehörden zu halten. "Bleiben Sie vor allem nah an geeigneten Schutzräumen", mahnte der deutsche Botschafter Steffen Seibert auf X.
Die vollständige Erklärung der israelischen Streitkräfte (IDF), wonach Iran erste Vergeltungsschläge gegen Israel durchgeführt hat, lautet:
"Vor kurzem wurden in mehreren Regionen des Landes Sirenen ausgelöst, nachdem Raketen aus dem Iran in Richtung des Staates Israel abgefeuert worden waren. Die Bevölkerung wird gebeten, den Anweisungen des Heimatfrontkommandos Folge zu leisten. Derzeit ist die israelische Luftwaffe im Einsatz, um Bedrohungen abzufangen und gegebenenfalls zu bekämpfen, um die Gefahr zu beseitigen. Die Bevölkerung wird gebeten, weiterhin den Anweisungen des Heimatfrontkommandos Folge zu leisten."
Explosionen in Teheran – Israel bestätigt "Präventivschlag" gegen Iran
Die israelische Armee (IDF) hat am Samstagmorgen einen Angriff auf Iran gestartet. Iranische Staatsmedien berichteten, dass in Teheran mehrere Explosionen zu hören waren. Auch die USA würden sich laut Medien- und Agenturberichten an dem israelischen Militärschlag beteiligen, so die New York Times unter Berufung auf US-Regierungsvertreter sowie die Nachrichtenagentur Associated Press.
Die iranischen Staatsmedien meldeten Explosionen in Teheran, Qom, Isfahan, Kermanshah und Karaj. Israel bereite sich "auf einen mehrtägigen Konflikt mit Iran vor", wie ein israelischer Beamter laut der Times of Israel mitteilte. Zum Zeitpunkt des Angriffs gab die israelische Armee eine landesweite Warnung an alle Bürger heraus, sich in der Nähe von Schutzräumen aufzuhalten.
Weitere Informationen zum Angriff Israels und der USA auf Iran in diesem Artikel.