Nach Verlegung des US-Flugzeugträgers in die Region: Warnung vor iranischen Drohnenschwärmen

"Einige werden durchkommen": US-Experte warnt, dass iranische Drohnenschwärme im Fall eines Krieges im Persischen Golf eine ernsthafte Gefahr für US‑Flugzeugträger darstellen würden. Das Außenministerium in Teheran warnte vor den regionalen Auswirkungen einer Eskalation.

Die USA verstärken ihre militärische Präsenz im Nahen Osten, um die Drohkulisse gegen Iran auszubauen. Der Flugzeugträger USS Abraham Lincoln ist inzwischen im Persischen Golf eingetroffen. Der von einem Atomreaktor angetriebene Flugzeugträger transportiert normalerweise mehrere Tausend Soldaten sowie Dutzende Kampfflugzeuge und wird von Zerstörern der Marine begleitet.

Fachleute warnten jedoch gegenüber Fox News vor einer ernsthaften Bedrohung durch iranische Drohnenschwärme. Diese könnten selbst hochmoderne Kriegsschiffe gefährden.

Der Bericht erfolgte, während Gerüchte kursierten, dass der oberste Führer Irans, Ali Chamenei, untergetaucht sei und sich das Land auf einen totalen Krieg vorbereite.

Der Drohnenexperte Cameron Chell erklärte dem Sender Fox News, dass Iran mit seinen kostengünstigen Drohnen gefährlich werden könne. "Iran hat eine effektive Methode entwickelt, um hochentwickelte militärische Systeme anzugreifen", sagte Chell.

Chell merkte an, dass die Streitkräfte der USA und ihrer Verbündeten zwar schnell Verteidigungsmaßnahmen entwickeln, aber weiterhin unsicher sind, wie die Flugzeugträgergruppe USS Abraham Lincoln mit mehreren iranischen Drohnen umgeht, die in Formation fliegen. Er betonte, dass die Drohnenflotte Irans Anlass zur Sorge gebe. Er sagte:

"Diese Drohnen bieten Iran eine sehr glaubwürdige Möglichkeit, Überwasserschiffe zu bedrohen", sagte er. "Die US-Streitkräfte in der Region sind groß, langsam und auf dem Radar leicht zu erkennen, was sie zu einem leichten Ziel macht."

Die unbemannten Flugobjekte könnten demnach in großer Zahl gestartet werden und durch Massenangriffe traditionelle Verteidigungssysteme überwältigen. "Wenn Hunderte Drohnen in kurzer Zeit starten, werden einige durchkommen", warnte Chell.

US-Beamte erklärten, Washington verstärke seine militärische Präsenz als Reaktion auf die wachsende Instabilität in Iran und es steigere seine Präsenz in der Luft, zu Lande und zu Wasser, während es die Entwicklungen in Syrien genau beobachte.

Das Außenministerium in Teheran warnte vor den regionalen Auswirkungen einer Eskalation. "Unsicherheit ist ansteckend, und daher besteht unter den Ländern der Region eine gemeinsame Sorge", sagte Außenamtssprecher Ismail Baghai. "Wir werden stärker denn je auf jede Form der Aggression gegen Iran mit einer umfassenden und schmerzhaften Antwort reagieren."

Nach Informationen von Axios hat Trump noch keine Entscheidung über das weitere Vorgehen getroffen. Er wird diese Woche wahrscheinlich weitere Konsultationen abhalten und von seinen Sicherheitsberatern zusätzliche militärische Optionen vorgelegt bekommen.

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