Der Anführer der Separatisten im Südjemen, Aidarus al-Subaidi, ist offenbar mithilfe der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) aus dem Land geflohen. Damit dürfte es zu weiteren Spannungen zwischen den eigentlich verbündeten Staaten Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten im Jemen kommen.
Laut saudischen Angaben sollte Al-Subaidi eigentlich bereits am Dienstag nach Riad reisen, um an Gesprächen zur Lage im Südjemen teilzunehmen. Er sei jedoch kurzfristig untergetaucht, vermutlich aus Angst vor einer möglichen Festnahme in Riad.
Der Koalition zufolge floh Al-Subaidi zunächst per Boot aus dem Jemen, bevor er von Somaliland aus ein Flugzeug nach Mogadischu bestieg. In der Erklärung vom Donnerstag teilte die Koalition in Aden mit, dass das Flugzeug aus Somaliland nach Mogadischu "unter der Aufsicht von Offizieren der Vereinigten Arabischen Emirate" gestanden und eine Stunde lang gewartet habe, bevor es zu einem Militärflughafen in Abu Dhabi geflogen sei, ohne jedoch anzugeben, ob Subaidi noch an Bord war.
Die Separatisten haben in jüngster Vergangenheit große Gebiete im Süden des Jemen erobert und ihr Abkommen mit der von Saudi-Arabien unterstützten Zentralregierung in Aden gebrochen. Eigentlich sind die Emirate und Saudi-Arabien im Jemen im Kampf gegen die von Iran unterstützten Huthi verbündet. Sie unterstützen jedoch rivalisierende Kräfte. Während die VAE die Separatisten und deren Forderung nach einem unabhängigen Süden unterstützen, hält Saudi-Arabien zur jemenitischen Zentralregierung und will die Einheit des Landes wahren.
Die Vereinigten Arabischen Emirate hatten kürzlich nach einem Ultimatum Saudi-Arabiens angekündigt, ihre verbliebenen Truppen aus dem Land abzuziehen.
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