Am Mittwoch hat in Pjöngjang eine beeindruckende Waffenschau stattgefunden. Die Rüstungsindustrie der Demokratischen Volksrepublik Korea (DVRK) stellte anlässlich des unmittelbar bevorstehenden IX. Kongresses der Partei der Arbeit 50 zusätzliche großkalibrige Mehrfachraketenwerfer her. Der feierlichen Übergabe der Waffen wohnte der Staatschef Kim Jong-un bei. Während der Zeremonie setzte er sich persönlich ans Steuer einer Abschussrampe. Die örtlichen Medien verbreiteten entsprechende Fotos.
In seiner Rede nannte Kim den neuen Mehrfachraketenwerfer im Kaliber von 600 Millimetern das "wertvollste Geschenk" für sein Land und hob hervor, dass kein anderes Land in den nächsten Jahren fähig sein werde, eine ähnliche Technologie zu entwickeln. Die neue Waffe könne demnach das anvisierte Ziel in Schutt und Asche verwandeln, indem sie den Gegner mit einer konzentrierten gleichzeitigen Attacke überrasche. Der Raketenwerfer verfüge über künstliche Intelligenz, damit seine Schlagkraft noch stärker sei. Die Nachrichtenagentur KCNA zitierte das Oberhaupt der DVRK mit den Worten:
"Wenn diese Waffe zum Einsatz kommt, werden die Militärinfrastruktur und das Kommandosystem unserer Gegner auf einen Schlag zusammenbrechen. Wenn diese Waffe tatsächlich zum Einsatz kommt, wird sich niemand auf Gottes Schutz verlassen können."
Wie Kim erklärte, vereine der 600-Millimeter-Raketenwerfer die Präzision und Schlagkraft einer taktischen ballistischen Rakete mit den Fähigkeiten eines herkömmlichen Raketenwerfers.
Der genaue Termin des IX. Kongresses der Partei der Arbeit Koreas wurde bislang nicht bekanntgegeben. Es hieß aber, dass das wichtige politische Ereignis in der zweiten Monatshälfte stattfinden solle. Vor dem Hintergrund der begonnenen umfassenden Umrüstung der Streitkräfte könnten auf dem Parteikongress Änderungen der Militärstrategie beschlossen werden.
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