Trotz Guaidós Aufruf zu Massenprotesten – Teilnehmerzahlen sinken ebenso wie seine Popularität

Der Aufruf Juan Guaidós zu massiven Straßenprotesten gegen Präsident Nicolás Maduro hat bisher nur zu bescheidenen Demonstrationen geführt und Zweifel an dem Plan geweckt, die Bemühungen um den Regierungswechsel wiederzubeleben, berichtet Reuters.

Stell dir vor, es ist Massenprotest, und kaum jemand geht hin. Der selbst ernannte Interimspräsident Venezuelas Juan Guaidó hatte am vergangenen Samstag Anhänger zu permanenten Kundgebungen gegen den eigentlichen Präsidenten des Landes Nicolás Maduro aufgerufen.

Mehr zum ThemaNach Zusage massiver finanzieller US-Unterstützung: Guaidó ruft Anhänger zu erneuten Aktionen auf

Gerade mal einige hundert Studenten erschienen laut Reuters. Kundgebungen von Lehrern und Krankenschwestern zu Beginn der Woche interessierten anscheinend ebenfalls nur eine geringe Zahl von Venezolanern und endeten schnell.

Guaidós Popularität ist einer Umfrage von Datanalisis zufolge im November auf 42,1 Prozent gesunken.

Ein Berater von Guaidó bestätigte gegenüber Reuters, dass der Rückhalt geringer als zu Beginn des Jahres sei, sagte aber, dass die Bemühungen Teil einer schrittweisen Strategie zum Aufbau von Demonstrationen nach einer Pause von mehreren Monaten seien.

Wir glauben, dass die Gesamtbilanz positiv ist. Wir setzen Straßenmobilisierungen fort, die ein grundlegendes Element des Drucks gegen die Diktatur sind.

Doch landesweite Kundgebungen am 16. November brachten nur recht wenige Menschen auf die Straßen.