Internationaler Militäreinsatz in Ecuador: Quito und Washington gehen gegen "Drogenterroristen" vor

Südamerika ist die Heimat des Kokastrauchs, aus dessen Blättern Kokain gewonnen wird. In der Region sind zahlreiche Banden aktiv, welche die Schmuggelei von Betäubungsmitteln ins Ausland betreiben. Auch in Ecuador wird der Drogenhandel zunehmend zum Problem, weshalb die Regierung in Quito sich mit den USA verbündet.

Ecuador und die USA haben eine gemeinsame Militäroperation gegen den illegalen Drogenhandel im südamerikanischen Staat gestartet. In einer entsprechenden Mitteilung des Südlichen Kommandos der Vereinigten Staaten (SOUTHCOM) war die Rede von Einsätzen gegen "als terroristisch eingestufte Organisationen". Daran beteiligten sich am 3. März Armeeangehörige aus Ecuador und den USA. Auf der Plattform X veröffentlichte das SOUTHCOM ein Video, auf dem Hubschrauber zu sehen waren.

Diese Einsätze seien ein klares Beispiel für das Engagement der US-Partner in Lateinamerika und in der Karibik im Kampf gegen den "Drogenterrorismus", hieß es in der SOUTHCOM-Erklärung weiter. Der illegale Drogenhandel verbreite seit Langem in der gesamten westlichen Hemisphäre Terror, Gewalt und Korruption. Der SOUTHCOM-Kommandeur, Generalmajor Francis L. Donovan, wurde mit den Worten zitiert:

"Wir loben die Männer und Frauen der ecuadorianischen Streitkräfte für ihr unerschütterliches Engagement in diesem Kampf, indem sie durch ihr beständiges Vorgehen gegen Drogenterroristen in ihrem Land Mut und Entschlossenheit beweisen."

Weitere Einzelheiten gab das SOUTHCOM nicht bekannt. Die ecuadorianischen Behörden äußerten sich bislang nicht zur gemeinsamen Militäroperation.

Am Montag hatte Ecuadors Präsident Daniel Noboa jedoch für diesen März eine Reihe von Einsätzen gegen den "Drogenterrorismus" und den illegalen Bergbau angekündigt. Auf der Plattform X gab der Politiker bekannt, dass sich daran auch Verbündete des südamerikanischen Landes, darunter die USA, beteiligen würden. Die Sicherheit der Ecuadorianer sei die Priorität seiner Regierung. Um den Frieden in jedem Winkel der Heimat zu erzielen, müsse man gegen die Kriminellen mit Stärke vorgehen, so Noboa.

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