Nach US-Entführung von Maduro: Trump droht Kolumbien, Kuba und Mexiko

International haben zahlreiche Länder den US-Militärangriff auf Venezuela und die Entführung Maduros scharf verurteilt, darunter auch Kolumbien, Kuba und Mexiko. Trump richtete nun wenig subtile Warnungen an die drei Länder.

Nach dem Militärangriff der USA, bei dem der venezolanische Präsident Nicolás Maduro gefangen genommen wurde, hat US-Präsident Donald Trump nun wenig subtile Warnungen an die Regierungen von Mexiko, Kolumbien und Kuba gerichtet.

Trump äußerte sich am Samstag, als er die Operation in Venezuela verteidigte und Maduro als "Drogen-Terroristen" bezeichnete. Auf die Frage nach den Auswirkungen auf die Nachbarländer verstärkte Trump seine Kritik an dem kolumbianischen Präsidenten Gustavo Petro, einem wichtigen Verbündeten Maduros.

Er hat Kokainmühlen, er hat Fabriken, in denen er Kokain herstellt, behauptete Trump und fügte hinzu:

"Er muss sich wirklich vorsehen."

Der US-Präsident merkte auch an, dass Kuba "etwas sein wird, worüber wir am Ende sprechen werden", und deutete an, dass Washington "den Menschen" dieses "versagenden Landes", das seiner Meinung nach Venezuela ähnelt, helfen wolle.

"Es ist insofern sehr ähnlich, als wir den Menschen in Kuba helfen wollen, aber wir wollen auch den Menschen helfen, die aus Kuba vertrieben wurden und in diesem Land leben", sagte er.

Trump forderte auch, dass "etwas mit Mexiko geschehen muss", und behauptete, dass Drogenkartelle das Land effektiv kontrollieren, Präsidentin Claudia Sheinbaum Pardo jedoch "Angst" vor ihnen habe.

"Sie regieren Mexiko. Ich habe sie mehrfach gefragt: 'Möchten Sie, dass wir die Kartelle ausschalten?' 'Nein, nein, nein, Herr Präsident, nein, nein, nein, bitte nicht.' Also müssen wir etwas unternehmen", sagte er am selben Tag in einem Telefoninterview mit Fox News.

Die Militäraktion Washingtons hat internationale Kritik ausgelöst, wobei alle drei lateinamerikanischen Nationen sie als Verstoß gegen das Völkerrecht und als Bedrohung für die regionale Stabilität verurteilten.

Das mexikanische Außenministerium verurteilte die US-Intervention scharf und erklärte, sie "gefährde ernsthaft die regionale Stabilität". Zugleich betonte es, dass Lateinamerika und die Karibik eine "Zone des Friedens" bleiben müssen. Der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel bezeichnete den Angriff als "feige, kriminell und verräterisch" und forderte eine internationale Verurteilung. Der kolumbianische Präsident Petro äußerte "tiefe Besorgnis" und bekräftigte die Ablehnung "jeglicher einseitiger militärischer Maßnahmen" durch seine Regierung.

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