Nach Entführung des Präsidenten: US-Behörden führen Maduro in New York vor

In einem Video, das in der Nacht vom Weißen Haus auf der Online-Plattform X verbreitet wurde und derzeit in den sozialen Medien viral geht, ist zu sehen, wie Nicolás Maduro von Beamten durch einen Flur geführt wird. In New York soll Maduro vor Gericht gestellt werden.

Nach seiner Gefangennahme bei einem US-Militäreinsatz wurde der venezolanische Präsident Nicolás Maduro in ein Gefängnis in New York gebracht. Ein vom Weißen Haus auf der Plattform X veröffentlichtes Video zeigt, wie er in Handschellen und von Beamten der US-Drogenpolizei DEA umringt abgeführt wird. Maduro wendet sich im Video an einen der Beamten und fragt auf Spanisch: "Good night? Das sagt man doch so: Gute Nacht! Oder?" Dann grüßt er in den Raum, wo offenbar Fotografen stehen. 

Laut übereinstimmenden Medienberichten war Maduro zuvor mit einem Flugzeug der Bundesbehörden auf einem Flughafen im US-Bundesstaat New York gelandet und von dort per Hubschrauber in die Nähe der Haftanstalt in der Ostküstenmetropole gebracht worden. Das US-Militär hatte ihn bei einem großen Militäreinsatz in Venezuela festgenommen und entführt – ein klarer Verstoß gegen das Völkerrecht.

Maduro muss sich in New York vor Gericht verantworten. Dem durch einen Militäreinsatz der USA entmachteten Staatschef und seiner ebenfalls festgenommenen Frau Cilia Flores wird unter anderem "Verschwörung zum Drogenterrorismus" vorgeworfen.

Mehr zum Thema – Washington bleibt machtlos: Vizepräsidentin zu Venezuelas Interimspräsidentin ernannt