Schwere Explosionen erschüttern Venezuelas Hauptstadt Caracas

In der venezolanischen Hauptstadt Caracas wurden in der Nacht zum Samstag mehrere Explosionen sowie tieffliegende Flugzeuge gehört. Die mögliche Angriffe ereigneten sich vor dem Hintergrund jüngster US-Militäroperationen gegen mutmaßliche Drogenschmuggler.

In der venezolanischen Hauptstadt Caracas waren in der Nacht zum Samstag (Ortszeit) starke Explosionen, Lärm sowie der Überflug von Flugzeugen zu hören. Der Vorfall begann gegen 2 Uhr Ortszeit (7 Uhr MEZ), wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump nach wiederholten Angriffen der USA vor der Küste Venezuelas die Möglichkeit von Angriffen auf das venezolanische Festland ins Spiel gebracht.

Laut der Nachrichtenagentur Associated Press waren in Caracas mindestens sieben Explosionen zu hören und Flugzeuge im Tiefflug zu sehen.

Mehrere Medien berichteten, dass Militärstützpunkte das Ziel der Angriffe seien. Einige Medien haben zudem von Stromausfällen in einigen Stadtteilen berichtet.

Zunächst war unklar, was hinter den Explosionen steckte. Die venezolanische Regierung, das Pentagon und das Weiße Haus reagierten nicht sofort auf Anfragen nach einer Stellungnahme.

Menschen aus verschiedenen Stadtvierteln eilten auf die Straßen. Einige von ihnen waren aus der Ferne von verschiedenen Orten in Caracas aus zu sehen, hieß es in einer Meldung der Nachrichtenagentur AP.

Dies erfolgte, nachdem das US-Militär in den vergangenen Tagen erneut angebliche Drogenschmugglerboote ins Visier genommen hatte. Am Freitag erklärte Venezuela, es sei offen für Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten über ein Abkommen zur Bekämpfung des Drogenhandels.

Als erste Reaktion auf Explosionen schrieb der Präsident von Kolumbien auf X: "Caracas wird gerade angegriffen!" Er alarmierte die Welt: "Venezuela wurde angegriffen! Sie bombardieren mit Raketen."

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