Die USA haben drei vermeintliche Drogenhandelsboote zerstört, die in einem Konvoi im östlichen Pazifik unterwegs waren, und dabei mehrere Menschen an Bord getötet. Der Angriff zählt als Teil der Kampagne Washingtons gegen Venezuela.
Der jüngste tödliche "kinetische Schlag" wurde am 30. Dezember in internationalen Gewässern durchgeführt, wie das Südkommando des US-Militärs am Mittwoch bekannt gab.
Das Pentagon behauptete, dass US-Geheimdienste vor den Angriffen "bestätigt hatten, dass die Schiffe bekannte Drogenhandelsrouten befuhren und Drogen zwischen den drei Schiffen transferiert wurden".
"Drei 'Drogenterroristen' an Bord des ersten Schiffes wurden bei dem ersten Gefecht getötet. Die übrigen Drogenterroristen verließen die beiden anderen Schiffe, sprangen über Bord und entfernten sich, bevor Folgeangriffe ihre jeweiligen Schiffe versenkten", hieß es.
Das Pentagon behauptete, es habe "unverzüglich" die US-Küstenwache benachrichtigt, um eine Such- und Rettungsaktion einzuleiten, doch das Schicksal der Personen, die über Bord gesprungen waren, bleibt weiterhin ungewiss.
Mit den jüngsten Angriffen steigt die Zahl der bekannten zerstörten Boote auf 33 und die Zahl der Todesopfer seit Anfang September, als die USA die Operation "Southern Spear" gestartet hatten, auf mindestens 110.
Die von US-Präsident Donald Trump ins Leben gerufene "Anti-Drogen"-Kampagne hat international Kritik wegen der Anwendung tödlicher Gewalt in internationalen Gewässern ohne angemessene Rechtsgrundlage hervorgerufen, was laut UN-Experten "außergerichtliche Hinrichtungen" darstellen könnte.
Im November stuften die USA das venezolanische Kartell "Cartel de los Soles" als terroristische Organisation ein und behaupteten, es bestehe eine Verbindung zu Venezuelas Präsident Nicolás Maduro, eine Anschuldigung, die Caracas zurückgewiesen hat.
Im Dezember ging Trump noch weiter, indem er die venezolanische Regierung selbst zu einer ausländischen terroristischen Organisation erklärte und eine Blockade für sanktionierte Öltanker anordnete, die das Land befahren oder verlassen.
Maduro hat die Blockade als völkerrechtswidrig verurteilt und Washington vorgeworfen, den "Krieg gegen die Drogen" als Vorwand für eine Operation zum Regimewechsel zu nutzen, um sich Venezuelas natürliche Ressourcen anzueignen.
Trump hatte außerdem die CIA ermächtigt, verdeckte Aktionen innerhalb Venezuelas durchzuführen. Berichten zufolge hat die Behörde letzte Woche einen geheimen Drohnenangriff auf eine vom US-Präsidenten als "große Anlage" bezeichnete Einrichtung durchgeführt.
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