Tragödie vor Fußballspiel in El Salvador: Mindestens zwölf Tote und 100 Verletzte bei Gedränge

Eigentlich hätte dieses Fußballspiel ein Sportfest für Fans in El Salvador werden sollen. Doch die Veranstaltung mündete in eine Tragödie. Vor dem Stadion Cuscatlán in der Hauptstadt des zentralamerikanischen Landes kam es zu einem Gedränge mit vielen Toten und Verletzten.

Bei einem Gedränge in El Salvador sind am Samstagabend mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Etwa einhundert Betroffene mussten mit Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden, nachdem es vor dem Stadion Cuscatlán in der Hauptstadt San Salvador zu einem starken Menschenandrang gekommen war. Am Abend hätte dort ein Fußballspiel der ersten Liga stattfinden sollen. Die genauen Umstände der Tragödie waren zunächst unklar.

Anfangs meldeten die örtlichen Rettungskräfte den Tod von sieben Männern und zwei Frauen. Später teilte die Pressestelle des salvadorianischen Präsidentenbüros mit, dass die Zahl der Todesopfer auf zwölf gestiegen sei. Nach Angaben der Behörden seien bei dem Gedränge insgesamt 500 Menschen verletzt worden. Etwa 100 von ihnen habe man ins Krankenhaus eingeliefert. Zwei der Verletzten seien in kritischem Zustand.

Die Tragödie ereignete sich vor dem Treffen zwischen den Fußballvereinen Alianza und FAS. Das Spiel wurde suspendiert, während die Rettungskräfte die betroffenen Fans aus dem Stadion evakuierten.

Der Generalstaatsanwalt des Landes, Rodolfo Delgado, bezeichnete den Vorfall im Stadion Cuscatlán als "eine Tragödie für alle". Auf Twitter sprach er den Opfern sein Beileid aus und kündigte Ermittlungen an, um die Verantwortlichen festzustellen. Ihm zufolge schließe die Untersuchung auch die Handlungen der Stadion-Leitung und der beiden Fußballclubs ein.

Präsident Nayib Bukele forderte ebenfalls eine erschöpfende Untersuchung der Ereignisse. Auf Twitter schrieb er:

"Es soll gegen alle ermittelt werden: Mannschaften, Vorstandsmitglieder, Stadion, Kartenverkaufsstelle, Liga, Verband usw. Wer auch immer die Schuldigen sind, sie werden nicht unbestraft davonkommen."

Inzwischen ließ der salvadorianische Fußballverband FESFUT alle für den 21. Mai angesetzten Fußballspiele landesweit suspendieren. Der Verband sprach den Opfern und ihren Angehörigen sein Beileid aus und berief für diesen Sonntag eine Dringlichkeitssitzung der für Sportveranstaltungen zuständigen Sicherheitskommission ein.

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