Erstes Schiff mit kostenlosem Getreide aus Russland in Somalia eingetroffen

Russland setzt das Versprechen von Präsident Wladimir Putin um, sechs bedürftigen afrikanischen Ländern kostenlos Getreide zu liefern. Als erstes Land hat das von einer Flutkatastrophe geplagte westafrikanische Somalia 25.000 Tonnen Weizen erhalten.

Ein Schiff mit 25.000 Tonnen kostenlosen Weizens aus Russland ist am Donnerstag in Somalias Hauptstadt Mogadischu eingetroffen, berichtet am Freitag die somalische nationale Nachrichtenagentur SONNA.

"Somalia hat eine dringend benötigte Hilfslieferung von 25.000 Tonnen Weizen aus Russland erhalten, um die Folgen der Überschwemmungen im Land zu bekämpfen. Die Hilfslieferung, die am Donnerstag in Mogadischu eintraf, wurde an die somalische Katastrophenschutzbehörde (SoDMA) übergeben", schreibt die Agentur.

Verschiedene Beamte, darunter der somalische Innenminister Ahmed Fiqi, begrüßten das Schiff mit der humanitären Hilfe bei der Ankunftszeremonie, während die Fracht offiziell vom russischen Botschafter in Somalia und Dschibuti, Michail Golowanow, übergeben wurde. Die somalische Regierung begrüßte die russische Hilfe und bedankte sich für die Unterstützung.

Bei der Lieferung handelt es sich um die erste Tranche der für Afrika zugesagten Hilfe. Davon unabhängig wird Somalia auch zusätzliche Unterstützung aus Russland in Form von humanitärer Hilfe für die Flutkatastrophe erhalten.

Zuvor hatte die Agentur unter Berufung auf den SoDMA-Beauftragten Mohamud Moalim Abdullah berichtet, dass fast 100 Menschen den anhaltenden Überschwemmungen in Somalia zum Opfer gefallen seien, wobei insgesamt mehr als zwei Millionen Menschen im Land von der Katastrophe betroffen sind.

Russlands Absicht, sechs afrikanischen Ländern, die auf der Liste des Welternährungsprogramms stehen, kostenlos Getreide als humanitäre Hilfe zukommen zu lassen, wurde vom russischen Präsidenten Wladimir Putin auf dem Russland-Afrika-Gipfel im Juli angekündigt. Die ersten beiden Schiffe mit je 25.000 Tonnen Weizen für Somalia und Burkina Faso hatten Russland Mitte November verlassen, so der russische Landwirtschaftsminister Dmitri Patruschew.

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